Ein Rückblick auf das erste Bündnistreffen nach der Wahl – und auf neue Ideen, Arbeitsgruppen und gemeinsame Vorhaben.
Am 23.09. kamen wir uns zum ersten Mal nach dem enttäuschenden Wahlergebniss wieder als Bündnis zusammen.
Zu Beginn gab es viel Raum um unsere persönlichen Ängste, Sorgen, Gedanken und Bedürfnisse miteinander zu teilen. Es wurde deutlich, dass die Lage einerseits gerade wirklich zum Verzweifeln aussieht, andererseits aber auch bewirkt, dass wir nun noch entschlosser zusammenstehen und unsere Werte weiterhin aktiv verteidigen werden. Die große Runde, in der wir zusammen sein konnten, macht uns Hoffnung und hat auch ordentlich frischen Wind reingemacht.
So sind folgende neue Arbeitsgruppen innerhalb des Bündnisses entstanden:
Zusätzlich bestehen weiterhin folgende Arbeitsgruppen:
– CSD – Demos – F.A.C.T. Festival – Social Media und Website – Dinner für Demokratie – Sport- und Familienfest – Überzeugungs-/ Abschreckungsarbeit – Wahlprüfsteine
Wir sind aktuell über eine WhatsApp-Community organisiert, in der es einzelne Chats für die verschiedenen Arbeitsgruppen gibt. Wenn du dich für eine der neuen oder bereits bestehenden Gruppen interessierst, kannst du dort ganz unkompliziert anknüpfen, dich einbringen und mitdenken. Aber auch wenn du einfach über aktuelle Termine informiert bleiben, Fragen stellen oder mit uns in Kontakt kommen möchtest, bist du herzlich willkommen. Melde dich dafür einfach für unseren Newsletter an oder scheib uns eine E-Mail.
Da der Austausch am Anfang des Treffens so wohltuend und stärkend war, haben wir nun einen Stammtisch eingerichtet, der regelmäßig im Stadtwohnzimmer stattfinden wird und dazu dient, sich kennenzulernen, auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Der erste Stammtisch ist am Montag 2. November von 18:00 – 20:30 im Stadtwohnzimmer.
Außerdem hat die Orga Gruppe Zuwachs bekommen, worüber wir uns sehr freuen. Wenn du auch Lust hast, in die Orga Gruppe zu kommen, melde dich gerne.
Passt gut auf euch auf und bis bald – spätestens zum nächsten Bündnistreffen am 10.12. in der Weihnachtsedition!
Zum ersten Mal fand ein Sport- und Familienfest des Bündnises WB Weltoffen statt. Am 05.09.26 von 11:00 bis 17:00 Uhr konnten einerseits die vorhandenen Spielmöglichkeiten auf dem Arsenalplatz genutzt werden und andererseits konnte man Juggern, Skaten, Hand- und Fussball spielen, sich schminken lassen oder in der Hüpfburg toben. Hasan Alneimat hat für Speis, der Techna Club für Trank und coole Musik gesorgt.
Die Veranstaltung hat die Vielfalt unserer Gesellschaft widergespiegelt, war schön und entspannt und die Kinder und Jugendlichen haben sich bei den verschiedensten Stationen ausprobiert und Spaß gehabt.
Um 16 Uhr leerte ein Regenguss den Platz, auch ok… Besonders gefreut hat uns, dass das Tanzhaus Wittenberg mit ca. 50 Kindern und Jugendlichen das Fest eröffnet hat.
Nun müssen wir gemeinsam entscheiden, ob das eine Eintagsfliege war, oder ein Sportfest Nr. 2 im kommenden Jahr unsere Festpalette erweitern wird.
Fest für Demokratie und Dinner für Demokratie – ein Marktplatz voller Stimmen, Begegnungen und Zuversicht
Rund 250 Menschen kamen am 28. August auf dem Wittenberger Marktplatz zusammen
Es war ein Nachmittag, an dem der Wittenberger Marktplatz ein bisschen anders aussah als sonst: Menschen blieben stehen, kamen miteinander ins Gespräch, hörten Redebeiträgen zu, informierten sich an Ständen und ließen sich Musik und später gemeinsames Essen nicht entgehen. Rund 250 Menschen folgten am 28. August der Einladung des Bündnis Wittenberg Weltoffen zum „Fest für Demokratie“ und zum anschließenden „Dinner für Demokratie“. Über dem Fest stand die Schirmherrschaft von Torsten Zugehör, der damit seine Verbundenheit mit den Werten der Demokratie und des Miteinanders unterstrich.
Es war ein fröhlicher und familiärer Nachmittag – und gleichzeitig war deutlich zu spüren, dass diese Veranstaltung in einer besonderen Zeit stattfand. Nur wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt lag neben der guten Stimmung auch eine gewisse Anspannung in der Luft. Umso wichtiger war es, gemeinsam sichtbar zu sein: für Demokratie, für Vielfalt, für Solidarität und für eine Gesellschaft, in der Menschen miteinander und nicht gegeneinander leben.
Viele Stimmen für die Demokratie
Auf der Bühne kamen unterschiedliche Perspektiven und gesellschaftliche Bereiche zu Wort. Mit dabei waren Matthias Ecke (SPD), Mitglied des Europäischen Parlaments, Thomas Lippmann (DIE LINKE), Susan Sziborra-Seidlitz (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Nico Elsner (CDU), Bea Lindhorst (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Tina Führer (SPD), Philipp Rosenkranz (SPD) sowie Lucas Kemmesies (Volt).
Auch Vertreter*innen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und Initiativen waren Teil des Bühnenprogramms: Angelika Kelsch vom DGB Wittenberg, Corinna Reinecke von der AWO Wittenberg, Katharina Linnepe vom Stadtwohnzimmer, Christoph Maier von der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt und Konstantin Gerber, Regionalpromotor „Eine Welt“.
So kamen ganz unterschiedliche Stimmen zusammen – aus der Politik ebenso wie aus Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Jugendarbeit, politischer Bildung und zivilgesellschaftlichen Initiativen. Die Beiträge beschäftigten sich mit demokratischer Verantwortung, gesellschaftlichem Zusammenhalt, sozialer Gerechtigkeit und der Frage, wie wir unsere Gesellschaft gemeinsam gestalten wollen. Auch die bevorstehende Landtagswahl war dabei immer wieder präsent.
Zwischen den Redebeiträgen sorgte Jan Pajak mit Musik für kleine Pausen – und dafür, dass das Programm nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum Durchatmen, Begegnen und Austauschen einlud.
Demokratie hat viele Gesichter
Zahlreiche Organisationen und Initiativen waren mit Informationsständen vertreten und machten deutlich, wie vielfältig gesellschaftliches Engagement in Wittenberg und Sachsen-Anhalt ist.
Mit dabei waren:
DIE LINKE Wittenberg, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Wittenberg, die SPD Wittenberg, die CDU Wittenberg, der AWO Kreisverband Wittenberg, Volt Sachsen-Anhalt, der DGB Sachsen-Anhalt, EC Wittenberg, „Der Esel auf dem Dach“, die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt, die Eine-Welt-Regionalpromotor*innen, das Eine Welt Netzwerk Sachsen-Anhalt, das Stadtwohnzimmer Wittenberg, die „AFD-Verbot.Jetzt“ Kampagne und die Landeszentrale für politische Bildung.
Auch hier zeigte sich, was demokratische Gesellschaft ausmacht: Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und aus unterschiedlichen Organisationen kommen zusammen, bringen ihre Perspektiven ein und schaffen Räume für Austausch. Der EC Wittenberg etwa ist mit seinen Angeboten insbesondere auch in der Kinder- und Jugendarbeit aktiv. #dubistpolitik ist ein Angebot der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, das politische Bildung auch über soziale Medien zugänglich macht.
Ein Platz zum Zuhören – und zum Miteinander
Trotz der politischen Themen blieb der Nachmittag nicht schwer. Im Gegenteil: Die Stimmung auf dem Marktplatz war offen, herzlich und lebendig. Menschen kamen gezielt zur Veranstaltung, andere blieben spontan stehen. Es wurde gefragt, diskutiert, gelacht und sich ausgetauscht.
Gerade mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl war spürbar, dass viele Menschen die politische Situation mit Sorge und Aufmerksamkeit betrachten. Gleichzeitig war auf dem Marktplatz auch etwas anderes zu spüren: Mut. Und die Bereitschaft, sich einzumischen und Verantwortung zu übernehmen.
Das Fest machte sichtbar, dass es im Landkreis Wittenberg viele Menschen gibt, die sich für eine offene und demokratische Gesellschaft einsetzen – und dass sie dabei nicht allein sind.
Vom Fest zum Dinner
Nach dem Fest wurde aus dem Marktplatz ein gemeinsamer Tisch. Beim anschließenden Dinner für Demokratie kamen die Menschen zusammen, um den Abend bei Essen, Gesprächen und Begegnungen ausklingen zu lassen. Während des Dinners sorgte die Demo Pop-Up Band mit wunderbar grooviger Musik für eine lebendige und mitreißende Atmosphäre.
Wie schon bei den vergangenen Dinnern brachten die Gäste ihre Speisen selbst mit. Dieses Mal war die Vielfalt des Buffets besonders groß: Es gab so viele unterschiedliche Gerichte wie noch nie – von herzhaften Speisen über Salate bis hin zu Kuchen und Desserts. Aus vielen einzelnen mitgebrachten Speisen entstand so ein gemeinsames Buffet, an dem sich alle bedienen konnten.
Und vielleicht liegt genau darin die besondere Idee des Dinner für Demokratie: Jede und jeder bringt etwas mit. Niemand muss alles allein machen. Aus vielen kleinen Beiträgen entsteht etwas, das größer ist als die einzelnen Zutaten.
Die langen Tafeln wurden zu Orten für Gespräche, neue Bekanntschaften und Wiedersehen. Menschen, die sich vorher vielleicht noch nicht kannten, saßen nebeneinander. Politische Diskussionen konnten weitergeführt werden, andere Gespräche hatten mit Politik vielleicht gar nichts zu tun. Beides gehört dazu.
Denn auch das ist Demokratie: miteinander Zeit zu verbringen, Unterschiede auszuhalten, neugierig aufeinander zu sein und gemeinsam einen Platz zu gestalten, an dem sich Menschen willkommen fühlen.
Viele Menschen, viele Perspektiven – eine gemeinsame Haltung
Das Fest für Demokratie und das anschließende Dinner haben gezeigt, wie viele Menschen in Wittenberg bereit sind, sich für demokratische Werte einzusetzen. Rund 250 Menschen haben den Marktplatz an diesem Tag mit ihren Stimmen, Gesichtern und Geschichten gefüllt.
Das war gerade wenige Tage vor der Landtagswahl ein wichtiges Zeichen.
Der 28. August hat gezeigt, dass es diese Begegnungen in Wittenberg gibt. Dass es Menschen und Organisationen gibt, die sich für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft starkmachen. Und dass daraus etwas entstehen kann, das Mut macht.
Wir bedanken uns bei allen, die gekommen sind, bei allen Redner*innen, Musiker*innen, Standbetreiber*innen und Unterstützer*innen – und ganz besonders bei den vielen Menschen, die mitgeholfen, mitgebracht, aufgebaut, abgebaut, gekocht, geredet, zugehört und diesen Nachmittag und Abend zu dem gemacht haben, was er war.
Demokratie braucht Menschen. Danke, dass ihr da wart.